Beta-Universe · Deep Dive
Relative Targets
Das Performance-System des BetaCodex: ohne Budgets, Pläne, fixe Ziele, Boni und „Kostenmanagement" — dafür mit relativen Vergleichen, radikaler Transparenz und Team-Ökonomie. Das konzeptionelle Fundament der relativen Steuerung in BetaOS.
1 Die Kernidee
Relative Targets versteht sich weder als verbessertes Budgeting noch als Variante des Management by Objectives — Pflaeging grenzt den Ansatz ausdrücklich auch von OKRs ab. Es handelt sich um ein vollständiges Performance-System auf Grundlage von McGregors Theorie Y.[1]
Fixe Ziele: intern referenziert
Plan-Ist-Vergleiche, verhandelte Ziele und Forecasts richten die Aufmerksamkeit nach innen: Sie erzeugen nach Pflaeging Gehorsam gegenüber dem Plan statt Reaktionsfähigkeit gegenüber dem Markt.[2] Fixe Leistungsverträge gelten in komplexen Märkten daher als strukturell ungeeignet — unabhängig von der Qualität der Planung. Die Budget-Grundsatzkritik stammt aus der Beyond-Budgeting-Forschung.[22]
Relative Vergleiche: extern referenziert
Leistung wird nie an Plänen gemessen, sondern im Vergleich: zur eigenen Vergangenheit, zu anderen Teams, zum Markt, zum Optimum. Immer Ist-zu-Ist, nie Plan-zu-Ist.[3] Das Menschenbild dahinter: Menschen sind intrinsisch motiviert (Theorie Y nach McGregor) — die Organisation muss nur die Bedingungen schaffen, unter denen Team-Leistung entstehen kann.[32]
Seit 2021 Open-Source-Sozialtechnologie (CC-BY-SA-4.0, relativetargets.com) — kommerzielle Nutzung in BetaOS ausdrücklich erlaubt, solange die Quelle genannt wird und Ableitungen open source bleiben.[5]
2 Relativ — aber wozu genau?
Vier Referenzarten ersetzen den Plan. Jede beantwortet eine andere Frage.[3]
Trends & Vorperioden
Rollierende Zeitreihen (24/36 Monate) zeigen: Werden wir besser? Es geht um Verbesserung über die Zeit — der wichtigste Monitor im ganzen System.[6]
League Tables
Teams vergleichen sich mit Teams: Region mit Region, Werk mit Werk, Zelle mit Zelle. Der Vergleich soll zum Überbieten des Durchschnitts anregen und ist ausdrücklich nicht mit Sanktionen verknüpft.[7]
Externes Benchmarking
Vergleich mit anderen Organisationen oder dem Branchenschnitt — als Momentaufnahme oder über die Zeit. Basis auch fürs Profit Sharing (Muster 12).
Statistische Prozesskontrolle
Prozesskennzahlen gegen Optima oder akzeptable Streuung (statistische Prozesskontrolle, Deming-Erbe) — für den wiederholbaren Teil der Wertschöpfung.[8]
3 Die 10 Prinzipien
Wörtlich aus White Paper Nr. 22 (Januar 2025) — jeweils als „stattdessen"-Paar. Das ist die verbindliche Spezifikation.[9]
| ✅ So (Beta) | ❌ Statt (Alpha) | |
|---|---|---|
| 1 | Ist-Leistung nur auf Organisations- und Team-Ebene messen | Fixe Ziele für Individuen, Abteilungen, Produkte, Ebenen, Silos |
| 2 | Ist-zu-Ist-Vergleiche zur Selbststeuerung in allen Teams | Plan-Ist-Abweichungsanalyse zur Fremdsteuerung durch Chefs |
| 3 | Ständige Vorbereitung unter Beteiligung aller | Kalenderbasierte Planung durch wenige |
| 4 | Sportlich-spielerischer Wettbewerb zwischen internen Teams | Rivalität zwischen Individuen |
| 5 | Diskurs über Identität und das Schmieden von Vereinbarungen | Strategie-Setzung und Entscheidungen durch Manager |
| 6 | Kontrolle durch soziale Dichte, Prinzipien und hohe Standards | Regeln, „Werte" und aufdringliches Mikromanagement |
| 7 | Open Books, Fast Close — „alle sehen jederzeit dieselben Zahlen" | Intransparenz, Zahlenspiele, „Zahlen nur bei Bedarf" |
| 8 | Team-G&Vs plus wenige, relative Trend-Indikatoren | Zahlreiche, vorab fixierte Datenpunkte |
| 9 | Marktähnliche, outside-in Ressourcen-Koordination | Geplante Zuteilungen von oben |
| 10 | Relative, faire Grundgehälter plus Profit Sharing | Minimierte Gehälter plus Boni |
4 Organizational Hygiene: Was entfällt
Dem Aufbau des neuen Systems geht die Abschaffung des alten voraus — das schafft nach Pflaeging Glaubwürdigkeit, Zeit und Aufmerksamkeit. Die Eliminationsliste aus White Paper 22:[10]
- Budgetierung / Jahresplanung, Investitionsplanung
- Plan-Ist-Abweichungs-Reporting
- Kostenmanagement, Kostenumlagen, Kostensenkungsprogramme
- Strategische Planung / Canvases, Balanced Scorecards, Strategy Maps
- Fixe Ziele, Individualziele, OKRs, Vertriebsquoten
- Arbeitszeit-Überwachung
- 360°-Feedback, Leistungsbeurteilungen (Appraisals)
- Boni und Anreizsysteme
- Report-Präsentationen in Meetings
- Forecasting — nicht verboten, aber auf individuelle Entscheidungsunterstützung beschränkt; nie als Steuerungs-/Meeting-Grundlage
- Analytics / Business Intelligence
- Ad-hoc-Reporting
Praxisbeobachtung aus dem White Paper: Ein Teil der Belegschaft ändert das Verhalten unmittelbar, ein anderer gewinnt zunächst die Überzeugung, dass ein anderes System möglich ist — beides gilt in der Frühphase als wertvoll, weil es die vorherrschenden Erzählungen verändert.
5 Die 7 Kernwerkzeuge
Das sind die konkreten Artefakte, mit denen ein relatives Performance-System im Alltag arbeitet.
Daily Ticker
Täglich per Push an ausnahmslos alle: Tagesumsatz + Abstand zum Monats-Break-even. Entwickelt von Silke Hermann in den späten 2000er Jahren. Zweck ist kollektives Wirtschaftsbewusstsein („organizing the we"), nicht Druck auf Einzelne — deshalb nur Gesamtorganisation, nie Individuen.[11]
Push statt Pull ist Pflicht: „Nur zugänglich gemachte" Information wird als weniger relevant empfunden als persönlich zugestellte.[11]
Trend-Reporting
Das wichtigste Monitoring-Konzept im ganzen System: rollierende Zeitreihen („24 Monate rollierend", „36 Monate rollierend"; je nach Prozess auch „54 Wochen" / „30 Tage") als Tabelle, Diagramm oder Sparkline. Faustregel: Häufig verfügbare interne Zahlen → Summen und Periodenvergleiche streichen, direkt rollierender Trend.[6]
Reports werden dadurch 80–90 % schlanker — und trotzdem inhaltsreicher. Entfallen: YTD-Spalten, Planzahlen, Quartalssummen sowie überladene Diagramme („chart junk").[12]
Fast Close + Open Books
Die „Twin Champions of Transparency": Bücher am 1.–2. Arbeitstag des Folgemonats geschlossen (später = „administrative Schlamperei"), und alle Zahlen für alle offen — inkl. Qualifizierung aller Mitarbeitenden im Zahlenlesen (G&V, Bilanz, Cashflow = „financial literacy"). Ohne diese beiden funktioniert kein relatives System.[13] Open Book Management geht als Konzept auf John Case zurück.[14]
Value Creation Accounting (Zell-G&V)
Jede Zelle bekommt eine volle G&V — mit bewusst anderer Sprache: Es gibt keine „Kosten", nur drei Arten von Beiträgen („contributions" — sonst wäre es „waste"):[15]
- Eigenleistung — eigene Beiträge des Teams
- Vorleistungen — Beiträge anderer Teams im Netzwerk
- Fremdleistungen — Beiträge Dritter (extern)
Regel aus dem Zellstrukturdesign: Peripheriezellen müssen Marge erwirtschaften, Zentrumszellen exakt Break-even — nie Gewinn, sonst wäre die Machtverteilung zur Peripherie unterlaufen.[16][4]
Interne Preiskataloge
Zentrumszellen berechnen ihre Leistungen den anderen Zellen — denn niemand hat ein Budget und es gibt keine Umlagen. Regeln: max. 5–7 Leistungen pro Zentrumszelle; zum Start reichen 2 (eine pro Kopf, eine nach Nutzung); später verfeinern und nachverhandeln. Gehälter der Geschäftsleitung bleiben komplett außerhalb des internen Markts.[16]
League Table (zunächst genau eine)
Zum Start eine einzige Liga-Tabelle für die Peripheriezellen, Kennzahl: Cost-Income-Ratio (Kosten ÷ Umsatz; niedrigster Wert oben). Die Cost-Income-Ratio wird der Marge vorgezogen, weil sie die Suche nach Effektivität offenhält — „there is no good enough". Als strikte Regel gilt: beobachten, verstehen, einander helfen — nicht urteilen, kontrollieren, belohnen oder bestrafen. Mindestens monatlich sprechen die Zellen miteinander über die Tabelle.[7]
Profit Sharing (für alle)
Basis: eine externe Profitabilitäts-Liga (eigene Firma vs. ausgewählte Wettbewerber + Branchenschnitt). Ein vordefinierter Anteil des Gewinns über Branchenschnitt wird verteilt — bevorzugt pro Kopf (alternativ gehaltsgewichtet). Wichtig: Profit Sharing ist Folge der Transformation, nicht Voraussetzung — es darf entspannt nach den 90 Tagen kommen.[17]
Gehälter & Verträge
Boni einbetten: bisher variable Gehaltsbestandteile werden auf Basis der individuellen Historie ins Fixgehalt überführt — niemand wird schlechter gestellt. Variable Vergütung wirkt dem White Paper zufolge nicht motivierend, sondern signalisiert eine Kultur von Gehorsam und Angst.[18] Zur Schädlichkeit von Belohnungssystemen grundlegend Alfie Kohn.[19]
Contract Management: Verschwendung praktisch senken durch systematische Durchsicht aller Verträge (Lizenzen, Mietwagen, Abos, Retainer …) — laut Pflaeging ein „blinder Fleck" der meisten Organisationen und zugleich ein rein handwerkliches, gut beherrschbares Feld.[20]
6 Einführung: die 12 Patterns in Transformations-Reihenfolge
Die Reihenfolge entspricht der beobachteten Abfolge realer Beta-Transformationen nach dem OpenSpace-Beta-Verfahren. Go-Live des relativen Systems nach 15–20 Wochen.[21]
- Budgets/Fixziele streichen, Forecasting dämpfen
- Gestufte Einführung aufsetzen (Staging)
- Daily Ticker starten
- Reporting entrümpeln & relativ machen
- Fast Close + Open Books herstellen
- Trend-Reporting sichtbar machen
- Verschwendung raus: Contract Review
- Boni in Fixgehälter einbetten
- Value Creation Accounting: G&V je Zelle (ab erstem Monatsabschluss nach Go-Live)
- Super-simple Preiskataloge zum Go-Live
- Eine League Table (Cost-Income-Ratio)
- Profit Sharing entspannt danach installieren
7 Herkunft & Belegfälle
Relative Targets ist die Weiterentwicklung des Beyond-Budgeting-Prozessstrangs und baut auf rund hundert Jahren Organisationstheorie auf.
Follett → Deming → BBRT → BetaCodex
Follett (1920er) → McGregor & Deming (System schlägt Individuum, keine Rankings) → Tavistock/Soziotechnik → Beyond Budgeting Round Table ab 1998 (Fallstudien Handelsbanken, Ahlsell, Guardian Industries, Toyota, Semco; Pflaeging war dort Direktor) → BetaCodex Network vertieft, ergänzt Value Creation Accounting, wird kritischer beim Forecasting — und macht das Ganze 2021 zur Open-Source-Sozialtechnologie.[23][22]
Anwendungsfälle
- Handelsbanken — seit den 1970ern budgetlos; monatliche Cost-Income-Liga der Filialen; jahrzehntelang profitabler als der Branchenschnitt; Profit Sharing „Oktogonen"[24][25]
- Buurtzorg — Team-Benchmarking für 1.000+ selbstverwaltete Teams über BuurtzorgWeb[26]
- Morning Star — Peer-Verträge (CLOU) mit selbst gesetzten Kennzahlen („Steppingstones")[27]
- dm-drogerie markt — Wertbildungsrechnung, relative Steuerung[28]
8 Relative Targets in BetaOS
BetaOS bildet Organisationen als Zellstruktur mit eigener Team-Ökonomie ab — Relative Targets ist das Steuerungsmodell dazu. Aus dem White Paper 22 leiten sich die Design-Prinzipien ab, nach denen BetaOS relative Steuerung umsetzt.
- Rollierende Trends — Ist-Zeitreihen je Zelle und Organisation (24/36 Monate) statt Jahresbudget-Sicht
- League Table — genau eine je Organisation zum Start, Kennzahl Cost-Income-Ratio; bewusst ohne Anreiz- oder Ampel-Logik
- Leistungskataloge — 5–7 bepreiste Leistungen je Zentrumszelle (pro Kopf / nach Nutzung) als Grundlage der internen Verrechnung
- Zell-G&V nach Value Creation Accounting — mit den drei Beitragskategorien Eigen-, Vor- und Fremdleistung
- Daily Ticker — Tagesumsatz + Break-even-Abstand, per Push an alle
- Externe Benchmarks — Wettbewerber- und Branchenwerte, u. a. als Basis fürs Profit Sharing
- Plan-Ist-Vergleiche, Budget-Objekte, Forecast-Dashboards
- Individualziele, OKR-Ansichten, Einzel-Performance-Ampeln
- YTD-Spalten und Fiskaljahr-Fixierung als Standard
- League-Table-Kopplung an Belohnung oder Sanktion
- Kennzahlen unterhalb der Team-Ebene
Leitplanke aus der Komplexitätsforschung: kein „Beta-Reifegrad-Score" gegen einen Sollzustand — wenn Bewertung, dann Richtung und Tempo ab dem Ist-Zustand (Vektor) und Diagnose statt Note.[33]
9 Literatur & Weblinks
Hauptquelle dieses Artikels ist das White Paper Nr. 22 des BetaCodex Network; alle Werke wurden für die Beta-Bibliothek vollständig ausgewertet.
Primärquelle
[PH25a] Pflaeging, Niels: Relative Targets: Patterns in Practice — 12 real-world insights from the application of rationally designed and scientifically sound performance systems. BetaCodex Network White Paper No. 22, Januar 2025. Frei verfügbar auf betacodex.org/white-papers.
Literatur
[PH20] Pflaeging, Niels; Hermann, Silke: Zellstrukturdesign. Vahlen, München 2020.
[PH19a] Pflaeging, Niels; Hermann, Silke: Komplexithoden. Redline, München 2015.
[HF03] Hope, Jeremy; Fraser, Robin: Beyond Budgeting. Harvard Business Review Press, Boston 2003.
[Wa03] Wallander, Jan: Decentralisation — Why and How to Make it Work. The Handelsbanken Way. SNS Förlag, Stockholm 2003.
[De94] Deming, W. Edwards: The New Economics for Industry, Government, Education. MIT Press, Cambridge 1994.
[McG60] McGregor, Douglas: The Human Side of Enterprise. McGraw-Hill, New York 1960.
[Ko93] Kohn, Alfie: Punished by Rewards. Houghton Mifflin, Boston 1993.
[Ca96] Case, John: Open-Book Management — The Coming Business Revolution. HarperBusiness, New York 1996.
[OS19] Oestereich, Bernd; Schröder, Claudia: Agile Organisationsentwicklung. Vahlen, München 2019.
[Wo12] Wohland, Gerhard; Wiemeyer, Matthias: Denkwerkzeuge der Höchstleister. 3. Auflage, Unibuch, Lüneburg 2012.
[La14] Laloux, Frederic: Reinventing Organizations. Nelson Parker, Brüssel 2014.
[Bo23] Bogsnes, Bjarte: Beyond Budgeting at 25. Whitepaper, 2023.
[Sn21] Snowden, Dave; Rancati, Alessandro: Managing Complexity (and Chaos) in Times of Crisis — A Field Guide for Decision Makers. EU Joint Research Centre, Luxemburg 2021.
Weblinks
relativetargets.com — offizielle Konzept-Seite (Open Source, CC-BY-SA-4.0)
cellstructuredesign.com · openspacebeta.com — Schwester-Sozialtechnologien des BetaCodex
Corporate Rebels: Handelsbanken — A Budgetless Banking Pioneer
Paul Green Jr.: The CLOU — Replacing Jobs with Commitments (Management Innovation eXchange)
10 Einzelnachweise
Kurzbelege per Sigle; die Vollbelege stehen in der Literaturliste (Abschnitt 9). Hauptquelle ist [PH25a] (Pflaeging, Relative Targets: Patterns in Practice, BetaCodex Network 2025); Seitenangaben nach dieser Quelle, Web-Quellen mit Zugriffsdatum.
- ↑ [PH25a], S. 3–4: „Relative Targets is not yet another take on target-setting. It is not ‚better budgeting', or a rehash on MbO (such as ‚OKRs')."
- ↑ [PH25a], S. 5: Fixe Referenzen sind „internally referenced (producing inward orientation), they will produce obedience and a lack of responsiveness".
- ↑ [PH25a], S. 5: „Four ways of assessing relative performance are key" — Vergangenheit, interne Teams, Markt/Wettbewerber, Optimum/SPC.
- ↑ [PH20] Pflaeging/Hermann: Zellstrukturdesign, Vahlen 2020 — Wertschöpfungsrechnung, Zellen mit eigener Mini-G&V, Peripherie/Zentrum.
- ↑ [PH25a], S. 2 u. 6: Veröffentlichung als Open-Source-Sozialtechnologie 2021 unter CC-BY-SA-4.0; siehe relativetargets.com.
- ↑ [PH25a], S. 13: „trend reporting is the single most important concept for the monitoring of actual performance"; rollierende 24/36-Monats-Reihen, Sparklines.
- ↑ [PH25a], S. 18: eine League Table zum Start, Cost-Income-Ratio; „League tables must strictly condemn judging, controlling, rewarding and punishing"; „there is no ‚good enough'".
- ↑ [De94] Deming: The New Economics, MIT Press 1994 — Theorie der Variation / statistische Prozesskontrolle.
- ↑ [PH25a], S. 4: „10 principles of Relative Targets" (vollständige Liste).
- ↑ [PH25a], S. 8: Eliminate-Liste („Organizational Hygiene") und Tone-down-Liste (Forecasting, Analytics/BI, Ad-hoc-Reporting).
- ↑ [PH25a], S. 10: Daily Ticker, entwickelt von Silke Hermann; Push-Zustellung; „Awareness is not a management task."
- ↑ [PH25a], S. 11: „applying such ‚relative' principles will make reports 80-90% ‚slimmer'"; Kritik an YTD-Spalten, Planzahlen, „chart junk".
- ↑ [PH25a], S. 12: Fast Close („1st or 2nd day", sonst „administrative sloppiness") und Open Books inkl. „financial literacy" als „Twin Champions of Transparency".
- ↑ [Ca96] Case: Open-Book Management, HarperBusiness 1996.
- ↑ [PH25a], S. 16: Value Creation Accounting mit drei Beitragskategorien; „none of these categories is referred to as ‚costs'".
- ↑ [PH25a], S. 17: max. 5–7 Leistungen je Zentrumszelle, Start mit 2; „center cells cannot be allowed to turn a profit"; Executive-Gehälter außerhalb des internen Markts.
- ↑ [PH25a], S. 19: „Profit sharing is a logical consequence, not a pre-condition to transformation"; externe Profitabilitäts-League-Table als Basis, Verteilung bevorzugt pro Kopf.
- ↑ [PH25a], S. 15: Fixierung variabler Anteile auf Basis individueller Pay-Historie; „such changes won't leave anybody worse off".
- ↑ [Ko93] Kohn: Punished by Rewards, Houghton Mifflin 1993.
- ↑ [PH25a], S. 14: Contract Management als „blind spot in most organizations"; vier Facetten der Vertragsdurchsicht.
- ↑ [PH25a], S. 9: „a ‚staged' approach is necessary … 15 to 20 weeks into the transformation process"; Verteilung der Patterns auf Build-up (60 Tage), 90 Tage, Quiet Period.
- ↑ [HF03] Hope/Fraser: Beyond Budgeting, Harvard Business Review Press 2003.
- ↑ [PH25a], S. 6: Wurzeln bei Follett, McGregor, Deming, Tavistock/STS; BBRT-Fallstudien zu Handelsbanken, Ahlsell, Guardian Industries, Toyota, Semco.
- ↑ [Wa03] Wallander: Decentralisation — Why and How to Make it Work, SNS Förlag 2003.
- ↑ Corporate Rebels: Handelsbanken — A Budgetless Banking Pioneer, abgerufen am 3. Juli 2026.
- ↑ ANEO: Buurtzorg's Networked Self-Management System, abgerufen am 3. Juli 2026.
- ↑ Paul Green Jr.: The Colleague Letter of Understanding — Replacing Jobs with Commitments, Management Innovation eXchange, abgerufen am 3. Juli 2026.
- ↑ [OS19] Oestereich/Schröder: Agile Organisationsentwicklung, Vahlen 2019 — Wertbildungsrechnung nach dm/Alnatura, Leistungskataloge statt interner Ziele.
- ↑ [Wo12] Wohland/Wiemeyer: Denkwerkzeuge der Höchstleister, 3. Aufl. 2012 — interne Kunde-Lieferant-Beziehungen und Verrechnungssätze als „ökonomisches Theater"; Kopplung nur über symmetrische Nahtstellen.
- ↑ [La14] Laloux: Reinventing Organizations, 2014 — keine der zwölf untersuchten Pionier-Organisationen arbeitet mit Top-down-Zielvorgaben.
- ↑ [Bo23] Bogsnes: Beyond Budgeting at 25, 2023 — Beyond Budgeting als kohärentes 12-Prinzipien-Set, gleichwohl schrittweise Einführung in der Praxis.
- ↑ [McG60] McGregor: The Human Side of Enterprise, McGraw-Hill 1960 — Theorie X/Y; vgl. [PH25a], S. 4: „people are self-motivated, Theory Y creatures".
- ↑ [Sn21] Snowden/Rancati: Managing Complexity (and Chaos) in Times of Crisis, EU JRC 2021 — Vektor-Messung (Richtung/Tempo ab Ist) statt Distanz zu einem idealen Sollzustand.
Stand: 4. Juli 2026 · Erstellt aus dem Beta-Universe-Korpus der Beta-Bibliothek · Das Konzept Relative Targets steht unter CC-BY-SA-4.0.